Embryonale Stammzellen lassen sich in Gehirnzellen umwandeln

30. Jänner 2002, 18:34
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Makaken-Stammzellen differenzieren sich zu dopamin-produzierenden Neuronen

Kyoto - Forschern der Kyoto Universität unter der Leitung von Hiroshi Kawasaki ist nach eigenen Angaben die Entwicklung eines Verfahrens gelungen, mit dem sich embryonale Stammzellen in reife Gehirnzellen umwandeln lassen. Wie die Forscher in der aktuellen Online-Ausgabe der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS 99/2, 2002) berichten, war die Methode im Affenversuch erfolgreich.

Die Wissenschaftler vermehrten die embryonalen Stammzellen von Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis) und schichteten diese auf so genannte Stromazellen. Die Stammzellen differenzierten sich in der Folge zu Dopamin-produzierenden Neuronen. Als bekannt gilt, dass z.B. die Stromazellen von Mäusen die Fähigkeit besitzen, die Entwicklung embryonaler Stammzellen hin zu neuronalen Vorläuferzellen und Neuronen voranzutreiben. Die Forscher hoffen, dass durch die große Ähnlichkeit von Stammzellen bei Primaten ein Versuch mit humanen embryonalen Stammzellen ähnlich vielversprechend verläuft. (pte)

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