Römerquelle: Erfolg mit "emotion"

29. Jänner 2002, 13:39
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"Functional Drinks" lassen Umsätze zweistellig wachsen - Markantes Plus auch in Ungarn

Wien - Der burgenländische Mineralwasserproduzent Römerquelle blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2001 zurück. "Das vergangene Jahr hat alle unsere Prognosen und Erwartungen übertroffen", freute sich Römerquelle-Geschäftsführer Anton Wandl am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien. Der Umsatz sei wertmäßig um 10,4 Prozent von 29,3 auf 32,4 Mill. Euro (446 Mill. S) gestiegen. Der Cash-Flow liege bei 20 Prozent. Das Plus sei auch auf die erfolgreiche Einführung der "Römerquelle emotion"-Linie zurückzuführen, berichtete Wandl weiter.

Beim Absatz habe es mit einer Steigerung von 131,1 Mill. Liter im Jahr 2000 auf 137,7 Mill. Liter 2001 ein Plus von fünf Prozent gegeben, womit man über dem Branchendurchschnitt von drei Prozent liege, hieß es weiter. In der Gastronomie sei der Absatz von 16,5 auf 16,9 Mill. l (+2,4 Prozent) gestiegen und man habe den Marktanteil von 40 Prozent halten können, erläuterte Wandl. Im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Impulshandel setzte Römerquelle 2001 120,8 (2000: 114,7) Mill. l ab, was einer Steigerung von 5,3 Prozent entspricht. "Die Zahlen zeigen, dass die Römerquelle-Produkte eine hohe Wertschöpfung erwirtschaften", so Wandl weiter. Der Marktanteil des burgenländischen Mineralbrunnen lag 2001 laut Unternehmensangaben bei 24,5 Prozent (mengenmäßig in Flaschen).

Exporte nehmen zu

Erfreut ist man bei Römerquelle auch über die Exportentwicklung. Man habe sich im vergangenen Jahr auf die Märkte Deutschland und Ungarn konzentriert und sich von den anderen Märkten verabschiedet. Das habe sich ausgezahlt, meinte Wandl: "In Ungarn und Deutschland konnten wir bereits Erträge einfahren." So habe man den Export von 3,3 auf 3,7 Mill. l (+ 12,2 Prozent) steigern können. Auf Ungarn seien dabei 1,7 (2000: 1,1) Mill. l entfallen, was einer Steigerung von 47,6 Prozent entspreche, kommentierte Wandl weiter. "Wir werden in Deutschland und vor allem in Ungarn unseren Weg konsequent fortsetzen - aber ohne Schleuderaktionen im Lebensmittelhandel."

"emotion" übertrifft Erwartungen

Als Erfolg bewerten die Römerquelle-Verantwortlichen die Einführung der "Römerquelle emotion"-Linie. "Wir haben bei der Einführung im April des vergangenen Jahres mit einem Absatz von rund vier Millionen Liter gerechnet. Geworden sind es schließlich 6,7 Mill. Liter, was wohl als Erfolg gewertet werden kann", bilanzierte Marketingleiter Willy Lehmann. "Römerquelle emotion" habe im Segment Wellness und Functional Drinks einen Marktanteil von mehr als einem Drittel erobert. Und der Erfolg soll prolongiert werden. "Es werde derzeit an einer neuen "emotion"-Geschmacksrichtung gearbeitet, die wohl noch heuer auf dem Markt kommen wird", verriet Wandl.

Wachstum sieht Wandl auch noch im kohlensäurearmen bzw -freien Segment. Das CO2-freie "Römerquelle pur" habe im vergangenen Jahr um 41,8 Prozent zugelegt. Damit liege es über dem Schnitt des CO2-losen Gesamtmarkts, erklärte Wandl. Derzeit würden CO2-freie Wasser einen Anteil von 5,4 Prozent am Gesamtmarkt halten, Wasser mit wenig CO2 18,5 Prozent. Wandl glaubt, dass die beiden Segmente zusammen in den nächsten Jahren ein Drittel des Marktes ausmachen werden. "Somit wird auch Römerquelle einen Drittel ihres Umsatzes damit machen", meinte Wandl. Und was für ihn noch wichtiger ist: "Römerquelle pur wird ein Ertragsbringer sein."

"Kreativität im Produktbereich"

Angesichts des Preisverfalls durch die vermehrte Verwendung der Einweggebinde, was die Branche vor große Ertragsprobleme stelle, müsse versucht werden, die Ertragskraft durch schlankere Strukturen und vermehrte "Kreativität im Produktbereich" wiederherzustellen, sieht Wandl den Weg für die Zukunft vorgegeben. (APA)

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