Chello erhöht erneut Studententarif - Um ein Viertel in einem Jahr

30. Jänner 2002, 12:52
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Erhöhung ab 1. April - UPC Telekabel begründet Preiserhöhung mit erweitertem Leistungsumfang

"chello", das Breitband-Internetservice von UPC Telekabel, wird für Studenten ab 1. April 2002 neuerlich teurer. Nachdem das Unternehmen die Studentenpreise erst im März des Vorjahres von 390 Schilling (28,3 Euro) auf 444 Schilling pro Monat angehoben hat, werden die Gebühren erneut um fast 40 Schilling pro Monat angehoben. Ab 1. April 2002 zahlen Studenten monatlich 35 Euro (482 Schilling), heißt es in einem der APA vorliegenden Kundenschreiben. Binnen einem Jahr erhöht sich der Studentenpreis für Breitbandinternet damit um 23,5 Prozent. Für "normale" Chello-Kunden bleiben die Preise vorerst unverändert.

"chello StudentConnect wird erwachsen"

Das Schreiben betitelt Telekabel mit den Worten "chello StudentConnect wird erwachsen". Die Preiserhöhung rechtfertigt das Unternehmen darin damit, dass das im Monatsentgelt enthaltene Datenvolumen von bisher 50 Megabyte auf 1 Gigabyte erhöht wird. Allerdings war das Datenvolumen bei entsprechender Konfiguration der Internetverbindung (konkret beim Interneteinstieg über den Proxy-Server der Universität) schon bisher unlimitiert, wie aus der Bewerbung des Produkts im Internet hervorgeht.

Zwischen "chello"- und Uni-Server "sind qualitative Unterschiede"

UPC-Sprecherin Ingeborg Schultes meinte auf Anfrage, dass UPC mit dem neuen Angebot auf Kundenanfragen reagiert habe. Zwischen dem "chello"-Server und dem Uni-Server gebe es "qualitative Unterschiede". Außerdem könne jeder Studentenkunde künftig auch – gegen einen monatlichen Aufpreis von 2 Euro – eine "chello"-E-Mail-Adresse beziehen, was bisher nicht möglich war, so Schultes.

Neue Sanktionsmethoden soll härter exekutiert werden

Die neue Datenbeschränkung für das Studentenangebot auf dem "chello"-Server will das Unternehmer künftig auch strenger exekutieren. Gebühren pro zusätzlichem Megabyte – bisher 6 Schilling – will "chello" zwar künftig nicht mehr verlangen, stattdessen will man sich aber anderer Sanktionsmöglichkeiten bedienen: Bei Überschreitung des Datransferlimits behält sich UPC Telekabel das Recht vor, die Bandbreite für diesen Anschluss zu reduzieren. Eine Verständigung erfolgt via E-Mail. Bei Überschreitung des Limits in drei aufeinander folgenden Monaten kann UPC Telekabel das Vertragsverhältnis kündigen und dem Kunden ein höherwertiges Produkt anbieten, heißt es in dem Kundenschreiben.

Mit diesen Maßnahmen soll laut Schultes künftig der "fair Use" gesichert werden. Für alle Studenten, die die neuen Bedingungen nicht akzeptieren wollen, räumt UPC Telekabel eine Kündigungsfrist bis 31. März 2002 ein.

Auch Fernsehen wird teurer

Mit 1. Februar erhöht Telekabel auch die Fernsehgebühren. Wer nur Fernsehen und keine anderen Produkte (Telefon, Internet oder UPC Digital) von Telekabel bezieht, muss künftig statt 226 Schilling monatlich 17,30 Euro (238,17 Schilling) zahlen. Die Jahresrate erhöht sich von 2.432 Schilling auf 185,64 Euro (2.554,44 Schilling). Das entspricht einer Preiserhöhung um etwa 5 Prozent. Schultes betonte aber, dass es sich dabei um den Inflationsausgleich handle. Die letzte Preiserhöhung bei Telekabel-Fernsehen habe es vor zwei Jahren gegeben, so die Sprecherin.(APA)

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