Frauen werden immer dünner

30. Jänner 2002, 11:15
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Unter Psycho-Erkrankungen hat Magersucht die höchste Sterblichkeitsrate

Wie der ORF-Teletext berichtete, schätzen MedizinerInnen, dass rund 200.000 Menschen in Österreich von Essstörungen betroffen sind. Dabei seien vor allem Anorexie und Bulemie im Vormarsch. Hauptbetroffene sind junge Frauen und Mädchen. Rund 15 % der Magersüchtigen sterben an ihrer Krankheit.

Anorexie

Die Magersucht (Anorexie), eine Form der Essstörung, hat unter den psychiatrischen Erkrankungen die höchste Sterblichkeitsrate. Dass hauptsächlich junge Frauen von Anorexie betroffen sind, führen EpertInnen auf das gesellschaftliche Umfeld der zumeist in der Pubertät befindlichen Mädchen zurück.

Schlank- und Fettmacher

Vor allem in den Medien wird der extreme "Schlankheitskult" propagiert, im Gegenzug aber auch für den Kauf von Nahrungsmitteln geworben, betonten die Verantwortlichen vom Innsbrucker "Netzwerk Essstörungen". Die Werbetrommel werde demnach sowohl für "angeblich schlankmachende" als auch für "dickmachendes Fast/Junk-Food" gerührt.

Gerade dieser Umstand spiegle das "Dilemma von Hunger und Heißhungeranfällen bei Essstörungen" wieder. Während die Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas ("Fettsucht") in der Bevölkerung aller industrialisierten Ländern zunehme, werde das in den Medien angepriesene "Idealbild" "immer dünner". (red)

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