Meditation und Yoga gegen Asthma

29. Jänner 2002, 11:12
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PatientInnen konnten nach einer viermonatigen Betreuung besser atmen

London - Mit Meditation, die auf Yoga basiert, hat die britische Uni-Klinik der Universität von Exeter erfolgreich Asthma-Patienten geholfen, berichtet BBC am Dienstag. Die PatientInnen, die an mittelerem bis schwerem Asthma litten, konnten nach einer viermonatigen Betreuung besser atmen. Dennoch warnten die Mediziner davor, die notwendigen Medikamente abzusetzen. Die alternative Methode sei als zusätzliche Erleichterung zu sehen, nicht als Ersatz der konventionellen Methoden, so der Mediziner John Harvey, von der Britischen Thorax Gesellschaft.

Die Abteilung für Komplementärmedizin hat bereits im Dezember verschiedene Arten der Entspannung für Asthmapatienten untersucht, darunter auch Saheja-Yoga und andere Formen der Muskelentspannung wie "positive Affirmationen" und Visualisierungstechniken. Nach Meinung der Wissenschaftler könne die Saheja-Meditation auch bei schweren Fällen helfen. Die Versuchsgruppe zeigte nach viermonatiger Behandlung deutliche Unterschiede.

Dennoch zeigen sich die Wissenschaftler skeptisch, dass die Methode das Leben der Asthma-Patienten generell verändere. Quantitativ-messbare Unterschiede im täglichen Leben gebe es auch bei dieser Methode nicht, so die Mediziner. Harvey räumte allerdings ein, dass die komplementär-medizinische Methode deshalb so populär sei, weil sie die Linderung auf emotionaler Ebene ermögliche. Dadurch gebe es auch Erleichterungen beim physischen Krankheitsbild. "Einfache Entspannungsübungen helfen zu einer reglmäßigen Atmung. Diese verbessern auch die Lungenfunktion", so der Wissenschaftler. (pte)

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