Isoliert und ohne medizinische Hilfe

29. Jänner 2002, 09:30
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Bangladesch hat die höchste Mütter-
sterblichkeitsrate

Dhaka - In Bangladesch sterben jedes Jahr 20.000 Frauen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft oder einer Geburt. Wie die Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Dienstag in Dhaka mitteilte, liegt der Hauptgrund darin, dass die Frauen keinen Zugang zu ausreichender Gesundheitsfürsorge haben. Es fehlt nicht nur an den entsprechenden Kliniken, sondern vor allem religiöse und kulturelle Gründe würden verhindern, dass Frauen ÄrztInnen aufsuchen.

Kulturelle und soziale Tabus

"Die meisten schwangeren Frauen in Bangladesch haben keinen rechtzeitigen Zugang zu Geburts-Nothilfe", sagte die Gynäkologin Roshanara Khanam. Soziale Tabus hinderten die Frauen daran, das Haus zu verlassen und sich von Fremden behandeln zu lassen. Geburten fänden meist zu Hause und ohne ausgebildete Hebammen statt.

Höchste Müttersterblichkeit

Komplikationen nach der Geburt seien für 28 Prozent der Todesfälle verantwortlich, Abtreibungen für 21 Prozent, gab die Gesellschaft an. Nach Aussage des UN-Kinderhilfswerks UNICEF hat Bangladesch mit 440 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Welt. (APA/dpa)

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