Kolumbien: Alle Flugzeuginsassen tot

30. Jänner 2002, 17:36
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92 Passagiere fielen Unglück zum Opfer - Maschine zerschellte an Vulkan

Bogota - Nach dem Verschwinden eines ecuadorianischen Passagierflugzeugs haben Suchmannschaften in Kolumbien das Wrack der Maschine gefunden. Nach Angaben der Rettungskräfte kamen alle 92 Insassen ums Leben, als die Boeing 727-100 am Montag an der Flanke des Vulkans Cumba an der Grenze zu Ecuador zerschellte. Helfer fanden in den kilometerweit verstreuten Flugzeugtrümmern nur verstümmelte Leichenteile.

Ursache weiter unklar

Die Ursache des Unglücks war weiter unklar. Der kolumbianische Luftwaffenchef General Hector Velasco vermutete schlechtes Wetter und verminderte Sicht als Absturzursache. Nach seinen Worten hatte der Pilot bereits die Landung auf dem 1.018 Meter hoch gelegenen Flughafen der Stadt Tulcan eingeleitet, als die Maschine in die Bergflanke raste.

Kein Notruf enpfangen

Wäre die Maschine nur 105 Meter höher geflogen, hätte der Pilot den Vulkan sicher unter sich gelassen, sagte Velasco. "Das deutet darauf hin, dass er wegen schlechten Wetters kurzzeitig die Sicht verlor und auf der Suche nach dem Flughafen gegen den Berg geprallt ist." Die kolumbianische Luftüberwachung teilte mit, dass kein Notruf empfangen worden sei.

An Bord der Maschine der staatlichen Gesellschaft TAME befanden sich nach Angaben der Fluggesellschaft neun Besatzungsmitglieder und 83 Passagiere, die meisten aus Kolumbien. Die Maschine war am Montagnachmittag in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito gestartet.

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