Engagement Annans ist gefragt

28. Jänner 2002, 19:38
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SPÖ: "Es ist mit dem Ende der Taliban-
Schreckensherrschaft allein noch nicht getan"

Wien - SPÖ-Bundessekretärin Bettina Stadlbauer nahm am Montag den Besuch des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zum Anlass, um in einem offenen Brief das Engagement Annans für die Verbesserung der Situation der afghanischen Frauen einzufordern. "Bei den Hilfslieferungen und Spendengeldern muss immer auch die damit verbundene Verbesserung der Situation der Frauen in Afghanistan mitgedacht werden", betonte Stadlbauer in einer Aussendung.

Stadlbauer erinnerte daran, dass Annan bereits anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen die Behandlung der Afghaninnen als "Affront gegen die Menschlichkeit" bezeichnete hatte. "Es ist allerdings mit dem Ende der Taliban-Schreckensherrschaft allein noch nicht getan. Die Frauen in Afghanistan brauchen die Unterstützung der Staatengemeinschaft, um ein Leben in Eigenständigkeit und Würde leben zu können", betonte Stadlbauer.

Die bei der Geberkonferenz in Tokio vereinbarten Geldmittel sollen daher besonders solchen Projekten zufließen, die eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation von Frauen ermöglichen. Förderungswürdig seinen in diesem Zusammenhang bereits bestehende Projekte und Organisationen, wie zum Beispiel die Revolutionary Association of Women of Afghanistan (RAWA), die bereits seit längerem in diesem Land und für dieses Land tätig sind, betonte Stadlbauer.
(red)

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