Volksstück ohne Gesang - Fühlen, was man tut

28. Jänner 2002, 20:42
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Volksstück ohne Gesang

Zwischen Postkartenidylle und Designerkühle hat Andreas Vitásek Nestroys "Volksstück mit Gesang" ohne Gesang inszeniert. "Der alte Mann mit der jungen Frau" ist keine Komödie. In dem Vierakter (1849) hallen eine vergebliche Revolution und viel Jugendsehnsucht nach. Mit seiner siebenten Regiearbeit, einem entschlackten Nestroy, geht Vitásek auf Nummer sicher. Es gibt witzig-gefällige Zwischenaktmusik und sanfte Interpretationshilfen. Die Spieler zeigen sich mit einer Ausnahme (Martina Stilp) ohne Fehl und Tadel. (frak-)
Schauspielhaus Graz,
(0316) 80 08. 30. 1.
19.30

Fühlen, was man tut

Auf der Probebühne des Grazer Schauspielhauses untersucht Regisseur Stephan Lohse "Bash", jene drei Monologe Neil LaButes, die man zuletzt in einer Zadek-Inszenierung bei den Wiener Festwochen erleben durfte, mit großer Sensibilität. Meist geht es in "Bash", nicht darum, was man tut, sondern, wie man sich dabei fühlt. Den schwierigsten Monolog spricht Stefan Maaß: Als junger Familienvater gibt er in einer Hotellobby Auskunft über sein Leben, den Krieg im Business und den Mord an seinem Kind. (cms)
Schauspielhaus Graz,
Probebühne, (0316) 80 08.
3. 2.
20.00
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.01. 2002)

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