Verkehr bändigen, bis U2 kommt

29. Jänner 2002, 14:27
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Messe Wien: Anrainer bemängeln fehlendes Verkehrskonzept

Wien - Eigentlich hätte man ja in Ruhe weiterplanen wollen. Aber weil von Anrainern und den Bezirksgrünen immer öfter der Vorwurf kam, es gebe kein Verkehrskonzept für das Messegelände, musste Messe-Direktor Rudolf Mutz damit raus: Er präsentierte Montag den bisherigen Stand der Verkehrsplanungen. Änderungen dazu könnten sich laut Mutz durch zwei Unwägbarkeiten ergeben: durch die geplante Umweltverträglichkeitsprüfung für die U-Bahn und durch die Gestaltung des Vorplatzes am Prater-Eingang.

Erst 2007 wird das Messegelände durch die Verlängerung der U2 erschlossen sein. Ab dann können Besucher hier bei den zwei geplanten Stationen "Messe" und "Messe/Trabrennstraße" aussteigen. Hingegen wird der Neubau der Messe 2004 fertig sein, spätestens ab dann ist mit großem Publikumsandrang zu rechnen.

Die Übergangslösung sieht folgendermaßen aus:

[] Der Individualverkehr, der durch Messebesucher und Lieferdienste entsteht, soll auf das unmittelbar angrenzende Gebiet um die Messe konzentriert werden. Dafür wird der Verkehr hauptsächlich über den Handelskai, die B14, geführt. Kurze Wege über Machstraße und Meiereistraße sollen direkt zu Parkgaragen führen. Damit soll eine Entlastung der Ausstellungsstraße zum Knoten Prater hin erreicht werden.

[] Zwischen Vorgartenstraße und Elderschplatz werden verkehrsberuhigende Maßnahmen gesetzt, um Durchzugsverkehr zu verhindern.

[] Ist die U2 einmal fertig, wird es zwei weitere Buslinien geben, die zum Messegelände fahren (11A; neu über Meierei- und Vorgartenstraße: 4A). Bis dahin werden die Bimlinien 21 und 81 eingesetzt.

[] Nicht vergessen wurde auf Radfahrer und Fußgeher: Die Nordportalstraße wird zum Teil nur noch für sie geöffnet. Eine Radverbindung in der Ausstellungsstraße vom Praterstern bis zum Elderschplatz wurde fixiert.

Als Grundlage für diese Pläne ist letzten Sommer ein Mediationsverfahren in der Leopoldstadt durchgeführt worden. Bezirksvertreter hätten Anrainerwünsche vorgebracht. Diese seien auch berücksichtigt worden. (aw; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.1.2002)

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