"Es gab kein brauchbares Angebot"

28. Jänner 2002, 18:34

Die Hakoah wäre auch mit einem Sportplatz im Prater zufrieden

Wien - Der Augarten wäre ihm lieber gewesen. "Das hätte einen beträchtlichen Synergieeffekt gehabt", meint Paul Haber. Schließlich, so der Präsident des jüdischen Sportvereins Hakoah, liegen in unmittelbarer Nachbarschaft jenes Geländes, das als Restitution für den von den Nationalsozialisten geraubten Hakoah-Sportplatz in Betracht gekommen wäre, drei jüdische Schulen. DER STANDARD hatte berichtet.

Dass Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SP) am Wochenende angekündigt hat, statt des Augartens - nach massiven Anrainer- und Parteienprotesten aller anderen Fraktionen - nun den Sportplatz der Finanz im Prater ins Auge gefasst zu haben, sei aber keine Tragödie: "Außer dem Augarten gab es nie ein anderes brauchbares Angebot. Deswegen haben wir uns daran geklammert." Den Augarten, so Haber, habe auch nicht die Hakoah oder die Israelitische Kultusgemeinde, sondern - Anfang der 90er-Jahre - "der damalige Innenminister" (Karl Blecha, SP, Anm.) ins Spiel gebracht.

Der Finanz-Sportplatz, so Haber, entspreche den Bedürfnissen - allerdings müsse geklärt werden, wie der Betrieb zu finanzieren ist. (rott)

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