TeleTrader will bereits 2002 schwarze Zahlen schreiben

28. Jänner 2002, 17:52
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Wiener Softwareschmiede will Umsatz massiv steigern

Wien - Die Wiener Softwareschmiede TeleTrader.com Software AG will bereits im laufenden Geschäftsjahr 2002 ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern (EGT) erreichen. Das seit 29. März 2001 börsenotierte Unternehmen strebt weiters eine Umsatzsteigerung um 46 Prozent auf 5,1 Mill. Euro (70,2 Mill. S) an, teilt das Unternehmen am Montag ad hoc mit. Anlässlich des vorjährigen Börseganges plante das Unternehmen noch mit zwei Verlustjahren. Das endgültige Jahresergebnis will TeleTrader am 25. März veröffentlichen.

Das auf Finanzsoftware spezialisierte Unternehmen des Gründers und Miteigentümers der auf Termingeschäfte und derivative Finanzkontrakte spezialisierten Quadriga Beteiligungs- und Vermögens-AG, Christian Baha, konnte im Vorjahr den Umsatz nach vorläufigen Zahlen um über 41 Prozent auf 3,488 Mill. Euro (48 Mill. S) steigern. Vergleichszahlen wurden keine angegeben. Laut dem auf der TeleTrader-Homepage veröffentlichten geprüften Proforma-Konzernabschluss belief sich der Umsatz 2000 auf 2,469 Mill. Euro.

Verluste im ersten Börsenjahr

Wie erwartet schrieb TeleTrader.com im ersten Börsejahr aber noch rote Ertragszahlen: Der Betriebsverlust (EBIT) wurde auf 576.000 Euro verringert (Proforma-Abschluss 2000: -898.000 Euro). Das EGT wird mit minus 723.000 (keine Vergleichszahl) und der Konzernverlust mit 1,397 Mill. Euro angegeben. Laut TeleTrader-Homepage belief sich der Jahresverlust 2000 auf 307.000 Euro.

Das Eigenkapital ist demnach von 5,916 auf 4,381 Mill. Euro gesunken, die Eigenkapitalquote ist bei einer von 6,13 auf 4,998 Mill. Euro gesunkenen Bilanzsumme mit rund 87,7 Prozent ist aber unverändert geblieben. In Sachanlagen wurden 2001 rund 444.000 Euro investiert. Per Jahresende beschäftigte der Software-Konzern 121 Mitarbeiter nach 108 per 28. Februar 2001.

An der Wiener Börse notierte die TeleTrader-Aktie gegen 17 Uhr mit 16,50 Euro um 0,18 Prozent über dem letzten Schlussstand. Bisher wurden 1.000 Stück in Doppelzählung gehandelt. Seit dem ersten Handelstag (15,61 Euro) stieg der Aktienkurs demnach um 5,7 Prozent. Das Unternehmen steht mehrheitlich im Eigentum von Baha. Gut 20 Prozent der 5,1 Mill. Aktien notieren an der Börse. (APA)

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