Steirischer Forschungspreis für Montanuni-Forscher Peter Supancic

28. Jänner 2002, 17:45
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Leoben - Peter Supancic, Wissenschaftler am Institut für Struktur- und Funktionskeramik der Montanuniversität Leoben, ist der diesjährige Gewinner des Forschungspreises des Landes Steiermark. Der promovierte Physiker erhält den mit über 7.260 Euro (100.000 Schilling) dotierten Preis für eine neuartige Funktionsanalyse von Kaltleiter-Bauteilen. Kaltleiter-Bauteile finden sich als elektromagnetische Steuer-, Mess- und Schutzelemente in beinahe allen modernen Schaltkreisen wie z.B. Haushaltsgeräten und Computern.

Diese Komponenten weisen aber wie alle Keramiken Schwächen auf. Sie sind spröde und brechen bei Überlastung. Ziel ist es durch die Kenntnisse des Materialverhaltens und der maximalen Belastung die Bauteile zu verbessern. Mit Hilfe von Experimenten und der Computer-Simulation ist es dem Physiker gelungen, die Funktion bis zum Versagen von Kaltleitern erstmals in dieser Vollständigkeit zu analysieren. Die Ergebnisse führten zu einer verbesserten Prüftechnik. So konnten z.B. industrietaugliche Qualitätstests entwickelt und eine Zusammenarbeit mit dem Prozenten für elektrokeramische Bauteile EPCOS in Deutschlandsberg erreicht werden.

Experten sehen ein enormes Entwicklungspotenzial in Kaltleitern. Die Hochleistungskeramiken sollen für neue Märkte vor allem im Telekommunikationsbereich tauglich gemacht werden. Die anwendungsorientierte Forschungsarbeit von Supancic soll die Grundlage für diese Weiterentwicklung sein. (pte)

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