Menschenrechte triumphieren

29. Jänner 2002, 12:36
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Die Firma Triumph International gibt den Produktionsstandort Burma wegen Menschenrechts-
verletzungen und Zwangsarbeit auf

Wien - Die Clean Clothes-Kampagne (CCK) berichtete am Montag per Presseaussendung von einem "Triumph der Menschenrechte": Die Firma Triumph International gibt den Produktionsstandort Burma wegen der dortigen Missachtung von Menschenrechten und fortdauernder Zwangsarbeit auf. Damit reagiere Triumph auf die internationalen Proteste der Clean Clothes-Kampagne. "Die Diskussionen in Europa zur politischen Situation in Burma" habe zu nicht mehr akzeptablen Planungsunsicherheiten für Triumph geführt", teilte der Schweizer Wäschehersteller mit. Somit ist der Rückzug "ein Erfolg für die unzähligen Konsumentinnen und Konsumenten, die sich an den Aktionen beteiligt haben."

Sozialplan für betroffene MitarbeiterInnen

Die internationale Clean Clothes Campaign, in Österreich vorwiegend getragen von "Frauensolidarität", "Südwind", "Igla" und "weltumspannend arbeiten", hat im Januar 2001 im Einklang mit der burmesischen Opposition den Rückzug von Triumph International aus Burma gefordert. Die CCK begrüsst die Verlagerung der Unterwäscheproduktion in Länder, welche sich bemühen, sorgfältiger mit den Arbeitsrechten umzugehen. Die CCK erwartet von der Firma Triumph, dass sie ihre Verantwortung auch gegenüber den burmesischen Angestellten durch einen grosszügigen Sozialplan wahrnimmt.

Proteste

Der Rückzug von Triumph aus Burma ist ein Erfolg von tausenden von Personen, die ihren Unmut über die Produktion im burmesischen Gefängnisstaat mit Postkarten zum Ausdruck gebracht haben. Dank der internationalen Vernetzung der CCK wurden in rund zehn europäischen Ländern Protestaktionen durchgeführt. In Norwegen verzichtete deshalb die Olympiamannschaft auf ihren Sponsoringvertrag mit Triumph. In Australien mussten die Importe aus Burma bereits früher offiziell eingestellt werden.

Mit dem Rückzug von Triumph aus Burma erringt die Clean Clothes-Kampagne einen Etappensieg. Um Misserfolge, wie das fünf Jahre dauernde Burma-Experiment künftig zu verhindern, muss die Firma Triumph einen vollständigen Katalog mit sozialen Mindeststandards einführen. Der Clean Clothes Kodex bildet die Vorlage für einen solchen Verhaltenskodex. Die CCK fordert, dass Triumph diesen Kodex vollständig übernimmt. Triumph besitzt nach dem Rückzug aus Burma eine gute Ausgangslage, um bezüglich der zweiten Forderung der CCK bald mit positiven Schlagzeilen aufwarten zu können.
(red)

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