Startschuss für die "Digitale Plattform Austria"

28. Jänner 2002, 13:35
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Ziel: Digitalisierungskonzept für Österreichs TV-Landschaft

Die Mitglieder der "Digitalen Plattform Austria" kommen am Dienstag zu einer Auftaktveranstaltung zusammen. Damit soll der "Kick-off" für die Digitalisierung der österreichischen Fernsehlandschaft absolviert werden, denn Ziel der Arbeitsgruppe ist die Erstellung eines Digitalisierungskonzepts für den heimischen TV-Äther. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH habe im Vorfeld mit einer Studie "frequenztechnische Planungsarbeit" geleistet, erklärte Hans Peter Lehofer, Chef der Medienbehörde KommAustria.

Abstimmung erforderlich

Vorbereitet wurden demnach "koordinierungsfähige Daten", denn die Frequenzen für digitales Fernsehen müssen - ebenso wie jene für analogen Rundfunk - national und international abgestimmt werden. "Wir werden aber sicher nicht mit einer fertigen Studie und einem Zeitplan in die morgige Veranstaltung gehen", meinte Lehofer. Der "Standard" (Montags-Ausgabe) berichtete, dass es laut Studie in den Landeshauptstädten noch genügen Sendefrequenzen gebe und bereits 2003 in den Ballungsräumen terrestrisches, also mit der Antenne empfangbares Fernsehen, möglich sei.

Langfristige Planung

Frühestens 2005 oder 2006 aber werde ein österreichisches Gesamtszenario zu fixieren sein, meinte Lehofer. Dann nämlich soll auf einer internationalen Konferenz die Frequenzplanung neu vorgenommen werden. Laut Gesetz ist der "Beginn der Einführung bis 2003 zu ermöglichen", die Digitale Plattform Austria habe nun die Aufgabe, abzuklären, wo so ein Testlauf Sinn mache. Darüber hinaus geht es in der Arbeitsgemeinschaft laut Lehofer auch um sehr grundsätzliche Fragen. Etwa jene der technischen Parameter: Sollen es acht digitale Programme in "schlechterer" Qualität sein oder vier Kanäle in guter Qualität? Auch der finanzielle Aufwand will gut analysiert sein, denn "ein komplettes Sendernetz neu aufzubauen, kostet einfach Geld", so Lehofer.

Zusammenschluss

Um diese und andere Fragen zu klären, haben sich rund 180 Teilnehmer angemeldet. Mit von der Partie sind der ORF und die privaten Rundfunkanbieter, namhafte Gerätehersteller wie Siemens, Sony oder Philips, Mobil- und Festnetzbetreiber, Wissenschaftler und Konsumentenvertreter. Der Blick über die Grenzen versteht sich dabei von selbst, geht die Etablierung des digitalen Fernsehen in Europa derzeit doch recht unterschiedliche Wege. Zwei Experten aus Deutschland werden daher bei der Veranstaltung am Dienstag die Einleitungsstatements beisteuern und im Anschluss daran gemeinsam mit heimischen Fachleuten diskutieren. (APA)

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