Goldman Sachs und Lehman Brothers raten Chemieaktien überzugewichten

28. Jänner 2002, 12:58
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Goldman Sachs sehen starke Erholungsdynamik für 2003 - Lehman Brothers: Revisionen der Gewinnprognosen schon eingepreist

Wien - Mehrere internationale Investmenthäuser haben sich positiv zum europäischen Chemiesektor geäußert. So empfehlen die Experten von Goldman Sachs in einer am Montag ausgesandten Analyse Chemieaktien überzugewichten. Die Investmentbank legt ihren Kunden dabei stark zyklische Werte ans Herz. In der Vergangenheit hätten Investoren, zu jenen Zeitpunkten, zu denen die Branchenbedingungen am schlechtesten aussahen, mit zyklischen Chemieaktien die beste Performance erzielt.

Für die anstehenden Ergebnisse zum vierten Quartal 2001 erwartet Goldman Sachs zwar noch starke Ergebnisrückgänge. Nach einem "hässlichen" Schlussquartal 2001 sollten die Chemiekonzerne auf tiefem Niveau ins Jahr 2002 starten und 2003 eine starke Erholungsdynamik sehen, so die Einschätzung des Instituts. Unter den Einzelwerten favorisiert Goldman Sachs DSM, BASF, Solvay und Celanese.

Auch Lehman Brothers hatten sich in einer am Donnerstag vorgelegten Analyse zur Chemiebranche verhalten optimistisch gezeigt und empfohlen den Sektor überzugewichten. Die erwarteten Revisionen der Gewinnschätzungen für 2002 seien schon in den Aktienkursen antizipiert, das Kursgewinnpotenzial sei aber ebenfalls nur limitiert. Lehman Brothers empfehlen eine selektive Auswahl von Einzelwerten und sehen hier Degussa als Sektorfavorit.(APA)

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