Aus max.mobil wird T-Mobile Austria

28. Jänner 2002, 13:50
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Umstellung des zweitgrößten österreichischen Mobilfunkbetreibers auf magentarote Marke ab Ende Februar

Wien - Der zweitgrößte österreichische Mobilfunkbetreiber max.mobil, seit April 2000 eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom, muss sich nun endgültig von seinem Namen verabschieden. Ab Ende Februar/Anfang März 2002 soll der Firmennamen im Zuge einer Marken-Internationalisierung auf T-Mobile Austria GmbH umgeändert werden, die Umstellung auf die neue magentarote Marke von Werbung und Sponsoring soll nach Ostern folgen, kündigten die beiden max.mobil-Vorstände Georg Pölzl und Friedrich Radinger am Montag auf einer Pressekonferenz an.

"Der Wettbewerb im Mobilfunk spielt sich immer mehr international ab", betonte Pölzl. Die Vereinheitlichung der Marke bringe eine "Vereinfachung der Produktpalette und langfristig auch der Tarife". So sei derzeit bereits die gleichförmige Abfrage der Mailbox in allen T-Mobile-Ländern möglich. Künftig würden internationale Handy-Portale, GPRS-Roaming und gemeinsame UMTS-Dienste folgen. "Einige Kunden werden uns durch die Umstellung zwar verlassen, aber neue werden dazukommen. In Summe rechnen wir mit einem positiven Saldo", meinte Radinger. max.mobil hat derzeit 2,2 Millionen Kunden. "Wir gehen davon aus, dass wir durch die neue Marke Ende 2003 etwas Stärkeres und besser Etabliertes haben als jetzt mit max.mobil", sagte Pölzl.

68 Millionen Kunden

Gleichzeitig mit max.mobil stellen auch alle andern 100-Prozent-Töchter der Deutschen Telekom - die deutsche T-Mobil, die US-Mobilfunkfirma Voicestream und die britische One2One - auf die neue Marke T-Mobile um. Die 100-Prozent-Töchter betreuen zusammen 50 Millionen Kunden. T-Mobile International, die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom, hat insgesamt 68 Millionen Kunden und ist neben Österreich in Deutschland, Großbritannien, den USA, Russland, Tschechien, Kroatien, Ungarn, der Ukraine, der Slowakischen Republik, Polen und den Niederlanden vertreten.

"mäxchen" und "kläxchen" bleiben weiter bestehen

Zum Markenwert von max.mobil und zu den Umstellungskosten wollten die max.mobil-Vorstände keine Angaben machen. Im Zuge der Einführung der neuen Marke, die in Österreich am Handydisplay künftig mit T-Mobile und dem Länderkennzeichen A aufscheinen wird, werde bei den bestehenden max.mobil-Produkten das Namenselement "max." weggelassen, erläuterte Pölzl. Damit werde beispielsweise aus dem profi.max-Tarif der profi-Tarif. Ein kleiner Trost für alle max.mobil-Markenfans: Die Maskottchen der max-Welt wie das "mäxchen" und "kläxchen" sowie die Herziline bleiben weiter bestehen.

Eine der größten Markenumstellungen Österreichs

"In drei bis vier Jahren werden auf dem internationalen Mobilfunkmarkt nur mehr drei bis vier Anbieter übrigbleiben", sagte max.mobil-Vorstand Friedrich Radinger, der auch für die internationale Markenstrategie in der T-Mobile-Holding verantwortlich ist. Die Deutsche Telekom werde dabei einer der beiden größten Player sein, prognostizierte Radinger. Die Umbenennung von max.mobil in T-Mobile Austria sei "eine der größten Markenumstellungen Österreichs", so Radinger.

T-Mobile-Bundesliga

Im Sportsponsoring werde die bisherige max.Bundesliga bereits mit Mitte Februar auf T-Mobile-Bundesliga umgetauft. Die Umstellung der max-Werbung auf den Banden im Stadion werde nach Ostern zwischen Mitte April und Mai passieren, sagte max.mobil-Vorstand Georg Pölzl. Die Rallye Staatsmeisterschaft werde mit März auf T-Mobile umgestellt. Im Radsport werde es künftig ein T-Mobile-Mountainbike-Team geben.

max.mobil wurde 1996 vom so genannten Ö-Call-Konsortium gegründet, maßgeblich daran beteiligt war der damalige Siemens-Vorstand und jetzige Post-Chef Anton Wais. 1996 übernahm Konsum-Liquidator Hansjörg Tengg die Ö-Call und benannte das Unternehmen im Juni 1996 in max.mobil um. Seit 1999 hat die Deutsche Telekom ihre Minderheitsbeteiligung an max.mobil sukzessive aufgestockt, seit dem Jahr 2000 hält sie über ihre Holding T-Mobile International 100-Prozent am zweitgrößten Mobilfunkbetreiber Österreichs. (APA)

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