Amokfahrer verletzte 49-Jährige lebensgefährlich

28. Jänner 2002, 11:26
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Grazer Lebensmüder blieb nahezu unverletzt

Graz - Vermutlich weil er von seiner Freundin verlassen worden war, fasste ein Grazer den Entschluss, seinem Leben ein Ende zu setzten. Wie die Bundespolizeidirektion Graz mitteilte, fuhr der Mann in der Grazer Kärntnerstraße stadtauswärts, als er plötzlich seinen Wagen auf die Gegenfahrbahn lenkte. Der Amokfahrer schrammte an drei stadteinwärtsfahrenden Pkw vorbei, bis er schließlich frontal gegen den Wagen einer 49-jährigen Grazerin prallte. Die Frau erlitt bei dem Zusammenstoß lebensgefährliche Verletzungen. Der verhinderte Selbstmörder blieb nahezu unverletzt.

Die Selbstmordfahrt ereignete sich Sonntagabend gegen 19.00 Uhr: Der 29 Jahre Horst M. befand sich gerade in der Grazer Kärntnerstraße, als er offenbar den Entschluss fasste, sich umzubringen. Er lenkte seinen Pkw auf die Gegenfahrbahn und begann dort seine Amokfahrt. Zuerst stieß der Autolackierer seitlich gegen drei stadteinwärts fahrende Autos. Die 49 Jahre alte Aurelia A. konnte allerdings nicht mehr rechtzeitig ausweichen und krachte frontal gegen den Amokfahrer, so die Polizei.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde das Fahrzeug der Pflegehelferin durch eine Auslagenscheibe in ein Geschäft geschleudert. Die Grazerin wurde in ihrem Pkw eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Die 49-Jährige wurde schwerst verletzt. Obwohl die Frau im Grazer LKH sofort notoperiert wurde, bestand Montagmittag noch immer akute Lebensgefahr. Horst M. erlitt lediglich Hautabschürfungen und ein paar Prellungen. Eine Alkomatuntersuchung verlief negativ. (APA)

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