Immofinanz strebt mit Immobilienwert Milliarden-Euro-Marke an

29. Jänner 2002, 15:15
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Immobilienportfolio im ersten Halbjahr um 32 auf 94 Objekte erweitert

Wien - Österreichs größte börsenotierte Immobiliengesellschaft, die Immofinanz, hat weiter ehrgeizige Expansionspläne. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2001/02 (per 30. April) soll das Immobilienportfolio auf 104 Objekte erweitert und der Wert des Immobilienvermögens auf gut eine Milliarde Euro (fast 14 Mrd. S) gesteigert werden. Per Ende des ersten Halbjahres (Mai bis Oktober) hatte die Immofinanz bereits 94 Immobilien mit einem Schätzwert von 906,3 Mill. Euro in ihrem Bestand, um 32 Objekte mehr als zwölf Monate zuvor. Im vergangenen November hatte sich das Wiener Unternehmen über eine weitere Kapitalerhöhung wie berichtet 57,6 Mill. Euro frisches Geld vom Kapitalmarkt geholt.

Wie aus einer Aktionärsinformation vom Montag hervorgeht, haben die Mieteinnahmen in den ersten sechs Monaten 2001/02 um knapp 23 Prozent von 20,1 auf 24,7 Mill. Euro kräftig zugelegt. Da die Inflation im vergangenen Jahr relativ hoch gewesen (2,7 Prozent, Anm.) und die von der Immofinanz verrechneten Mieten durchwegs indexgebunden seien, werde dies heuer zu einem entsprechend starken Anstieg der Mieteinnahmen führen. Budgetiert sind für das Gesamtjahr 53,9 Mill. Euro, 2000/01 hatten die Einnahmen 44,7 Mill. Euro betragen.

Nutzfläche um 42 Prozent gesteigert

Die Gesamtnutzfläche stieg in der ersten Jahreshälfte 2001/02 von 555.396 auf 784.763 Quadratmeter. Die Immofinanz begründet den Anstieg um gut 42 Prozent vor allem auf in Bau befindliche Projekte (z.B. City-Tower im dritten Wiener Gemeindebezirk). Der Anstieg der Mieteinnahmen werde daher erst nach Fertigstellung der Objekte in vollem Ausmaß zum Tragen kommen, wie es dazu weiter hieß. Ende 2001/2002 soll der Immobilienbestand eine Gesamtnutzfläche von rund 952.000 ausweisen.

Derzeit sind laut Immofinanz knapp mehr als 96 Prozent der Flächen vermietet, bis zum Ende des Wirtschaftsjahres soll der Vermietungsstand auf 97,1 Prozent erhöht werden.

Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg im ersten Halbjahr um rund 61 Prozent auf 483,7 Mill. Euro. Mit einer Börsenkapitalisierung von fast 593 Mill. Euro gehört die Immofinanz nach eigenen Angaben mittlerweile zu den Top 10 Werten der Wiener Börse. An der Wiener Börse notierte die Aktie am Montag im Frühhandel mit 5,48 Euro um 0,4 Prozent unter dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag (5,50 Euro).(APA)

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