Max Ophüls Preis für Barbara Gräftner

28. Jänner 2002, 11:29
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"Mein Russland" der österreichischen Regisseurin überzeugte Jury - Femina-Filmpreis für Sabine Derflinger

Saarbrücken - Gleich vier der am Sonntagabend vergebenen Auszeichnungen des Wettbewerbs um den Max Ophüls Preis in Saarbrücken gehen an Österreich:

Den Hauptpreis des Festivals, den "Max Ophüls Preis 2002", erhielt die Regisseurin Barbara Gräftner für ihren Film "Mein Russland". Der Förderpreis der Jury ging an Sabine Derflinger für den Streifen "Vollgas", der seiner Kostümbildnerin Monika Buttinger auch den Femina-Filmpreis für hervorragende Leistungen einer Frau im Filmbereich eintrug.

Spiel mit Stereotypen

Der Hauptpreis ist heuer mit 18.000 Euro dotiert, ergänzt um eine Verleihförderung von ebenfalls 18.000 Euro. Für die Jury war Barbara Gräftners "Mein Russland" "ein intelligenter, vielschichtiger Film, mit einer genauen Drehbuchvorlage, der es sich deshalb leisten kann, leicht und quasi dokumentarisch daherzukommen. Wir haben das Gefühl, dabei zu sein, und die Figuren erschreckend zu kennen: die Russin, die ihre Pferde bei lebendigem Leibe auffressen, die Wiener, die ihre Frauen aus den Gogo-Bars holen. Der Film jongliert virtuos mit den Stereotypen in unseren Köpfen", so die Jurybegründung.

Mit "Vollgas" zum Durchbruch

Der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis wird von der Jury einem Debütfilm aus dem Spielfilmwettbewerb zugesprochen und ging an den Streifen "Vollgas". "Der von Henriette Heinze in der Hauptrolle intensiv gespielte und von Sabine Derflinger inszenierte Film ist die Geschichte einer Frau, die keine Grenzen akzeptiert", befand die Jury.

Weitere Auszeichnungen

Der Filmpreis des saarländische Ministerpräsidenten (5.500 Euro) ging an die Regisseurin und Drehbuchautorin Almut Getto für "Fickende Fische".

Ein weiterer Sonderpreis der Jury ging an Jörg Kalts "Richtung Zukunft durch die Nacht".

.Der Kurzfilmpreis (3.000 Euro) ging an Sven Harguth für den 7-minütigen Streifen "Du und ich, wir könnten einander gehören". Der mit 13.000 Euro dotierte Drehbuchpreis ging an Stefan Haupt für "Utopia Blues".
(APA)

Ein weiterer Sonderpreis der Jury ging an Jörg Kalts "Richtung Zukunft durch die Nacht".

Ein weiterer Sonderpreis der Jury ging an Jörg Kalts "Richtung Zukunft durch die Nacht".

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