Stimmungsumschwung in Asylfrage?

2. Februar 2002, 16:07
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Australien: Kritik an der Internierung von afghanischen Flüchtlingen nimmt zu

Sydney - Aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung sind in australischen Städten am Samstag mehrere Tausend Menschen auf die Straßen gegangen. An einer Demonstration in Melbourne beteiligten sich rund 2.000 Menschen, in Sydney demonstrierten rund 1.000 Bürger gegen die Internierung von Asylsuchenden. In australischen Lagern werden rund 2.000 Flüchtlinge festgehalten, die zum Teil Monate oder Jahre auf eine Entscheidung in ihren Asylverfahren warten müssen. Bereits seit Wochen machen die Asylsuchenden mit zum Teil gewalttätigen Aufständen und Selbstverstümmelungen auf ihre Situation aufmerksam.

Nach Ansicht des Organisators der Demonstration in Melbourne, Jody Betzien, ist ein Stimmungsumschwung in der Bevölkerung festzustellen. "Immer mehr Menschen stellen fest, dass es sich um normale Menschen handelt, die der Verfolgung entkommen sind, und es verdient haben, hier willkommen geheißen zu werden." Betzien sieht gute Chancen, dass bei einer Ausweitung der Kampagne die Regierung zu einem Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik gezwungen werden.(APA/dpa)

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