KTM will wieder an die Börse

28. Jänner 2002, 12:16
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Innviertler Motorradhersteller freut sich über Rekordumsatz - Künftig auch Straßenmotorräder geplant

Wien/Mattighofen - Der Innviertler Motorradhersteller KTM-Sportmotorcycle AG (Mattighofen), der sich Mitte 1999 von der Börse zurückgezogen hat, plant möglicherweise ein Comeback am freien Kapitalmarkt. 48 Prozent am Unternehmen halte derzeit ein Equtiy-Fonds, für den ein Börse-Exit mittlerweile ein Thema sei, zitiert das "Wirtschaftsblatt" KTM-Chef Stefan Pierer in seiner Wochenendausgabe. Auf die Frage, wann es einen neuerlichen IPO geben könnte, wollte sich Pierer aber noch nicht festlegen.

Im Jahr 2001 hat KTM laut Bericht rund 300 Mill. Euro (4,13 Mrd. S) umgesetzt. Zuletzt hatte Pierer für das vergangene Jahr mit 230 Mill. Euro Umsatz gerechnet, was bereits eine Steigerung um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis bedeutet hätte. Mit rund 60.000 verkauften Maschinen hat das Unternehmen einen neuen Rekord verzeichnet. Die Hälfte aller Motorräder setzt KTM im Rennsport um.

Neue Fabrik in Munderfing

In Zukunft will der bisher auf Offroad-Maschinen spezialisierte Motorradhersteller auch Straßenmotorräder produzieren. In vier Monaten soll eine dafür benötigte neue Motorradfabrik in Munderfing - gleich neben Mattighofen - stehen. Die Kosten für die Errichtung betragen - wie berichtet - rund 28 Mill. Euro. Das Projekt wird über den Cash-Flow finanziert.

Im Herbst dieses Jahres will KTM auf der Münchner Messe ein neues Vorserienmodell präsentieren. Ein Jahr später soll ein Strassenmotorrad auf den Markt kommen. Insgesamt sind vorerst drei Straßenmodelle geplant. Im ersten Jahr sollen nur knapp 4000 Strassenbikes verkauft werden. Später plant KTM an eine Produktion von 20.000 Einheiten im Jahr. (APA)

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