Amadeus-Verkauf an Buch & Kunst ist geplatzt

28. Jänner 2002, 13:34
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Neue Interessenten: Neben Douglas und Hugendubel nun auch Wiener Buchhändler Sotsas

Wien - Die Verhandlungen des börsenotierten Medienhandelskonzerns Libro mit der ostdeutsche Buch & Kunst GmbH über den Verkauf der Buch- und Medienhandelssparte Amadeus sind geplatzt. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" unter Berufung auf Libro-Chef Werner Steinbauer in seiner jüngsten Ausgabe. Interesse sollen - wie berichtet - auch der Deutsche Handelsriese Douglas sowie der Münchner Buchhändler Hugendubel angemeldet haben. Laut einem Bericht des "Format" stocken allerdings auch hier die Verhandlungen.

Als neuer Interessent ist laut "Format" der Wiener Buchhändler Walter Sotsas aufgetaucht, der über seine Wiso Buchhandelsfirma sechs Läden, darunter die Buchhandlung Frick am Wiener Graben betreibt. "profil" berichtet hingegen, es gäbe derzeit keine ernsthaften Interessenten für die österreichische Buchhandelskette.

Getrennter Verkauf

Im November hatte Libro erwogen, seine 23 Amadeus-Filialen doch selbst weiterzuführen. Laut "Format" haben sich die Pläne nun aber geändert. Wird kein Käufer für alle 23 Läden gefunden, sollen die Filialen getrennt verkauft werden.

Libro selbst wird nach dem Ausgleich im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende Februar) laut "Format"-Bericht den budgetierten Verlust von 35 Mill. Euro (482 Mill. S) erreichen. Auch der Umsatz soll mit 350 Mill. Euro die Pläne erfüllen. (APA)

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