Drahtzieher von Anschlag in Kalkutta hat Verbindungen zu Taliban

27. Jänner 2002, 11:37
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Omar Scheich gab Attentat auf US-Kulturzentrumm in Auftrag

Neu Delhi - Der mutmaßliche Drahtzieher des blutigen Anschlags auf das US-Kulturzentrum im indischen Kalkutta hat einem Pressebericht zufolge enge Kontakte mit den Taliban und dem pakistanischen Geheimdienst. Wie die indische Zeitung "Hindustan Times" am Sonntag berichtete, handelt es sich bei dem Verdächtigen um den britischen Islamisten Omar Scheich. Dieser halte sich zurzeit in einem Gästehaus des pakistanischen Geheimdienstes ISI in Islamabad auf.

Der Zeitung zufolge stiftete er ein Mitglied der indischen Mafia, Farhan Malik alias Aftab Ansari, zum dem Attentat an, bei dem am Dienstag vier Polizisten getötet und 20 weitere Menschen verletzt worden waren. Malik habe sich zu dem Attentat bekannt. Er unterhalte ebenfalls enge Kontakte zum pakistanischen Geheimdienst sowie zu der in Kaschmir kämpfenden militanten Organisation "Harkat-ul-Dschihad-Islami".

Omar Scheich war 1994 an der Entführung von drei Briten und einem US-Bürger in Neu Delhi beteiligt gewesen und nach der Erstürmung des Geiselverstecks von der indischen Polizei festgenommen worden. 1999 tauschte Neu Delhi ihn nach der Entführung eines indischen Flugzeugs gegen die Passagiere. Die Maschine war auf dem Weg von Kathmandu nach Kandahar entführt worden. Die in Afghanistan herrschenden Taliban hatten Scheich daraufhin nicht festgenommen. Er konnte abtauchen und wurde später in Pakistan gesehen. (APA)

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