Japan versenkt tote Wale im Meer

27. Jänner 2002, 16:13
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Nach gescheiterter Rettungsaktion für 13 gestrandete Tiere

Tokio - Nach einer gescheiterten Rettungsaktion für 13 gestrandete Pottwale will die japanische Stadt Oura die schweren Tierkadaver nun im Meer entsorgen. Zunächst war geplant, die toten Meeressäuger einzugraben und die Knochen nach einigen Jahren zu Ausstellungszwecken wieder auszugraben. Es seien jedoch unerwartete Schwierigkeiten beim Transport der toten Tiere aufgetreten, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Sonntag.

Gemeinsam mit der Regierung in Tokio seien weitere Möglichkeiten geprüft worden, sagte der Sprecher. Schließlich habe man sich dafür entschieden, die Wale aufs Meer hinaus zu ziehen und in rund 200 Metern Tiefe zu versenken. Eine passende Stelle werde noch gesucht. Die Zähne, Hör- und Fortpflanzungsorgane einiger Tiere sollen zuvor entfernt und wissenschaftlichen Zwecken zur Verfügung gestellt werden.

Dutzende Helfer hatten um das Leben der Wale gekämpft, nachdem diese am Dienstag vor Oura, rund 1.000 Kilometer südwestlich von Tokio, an den Strand gespült worden waren. Nur ein einziger konnte gerettet werden. Vorschläge aus der Bevölkerung, die Tiere zu schlachten und das Fleisch aufzuteilen, wiesen die Behörden strikt zurück. Zwar war dies früher üblich; mittlerweile hat die Regierung das Schlachten gestrandeter Wale jedoch aus Gesundheitsgründen verboten. (APA)

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