Zinni dementiert "Mafia-Boss"-Äußerung über Arafat

28. Jänner 2002, 11:55
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"Erfunden von denen, die Friedensbemühungen schaden wollen"

Jerusalem - Der US-Vermittler für den Nahen Osten, Anthony Zinni, hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, demzufolge er sich bei einem privaten Essen in Washington abschätzig über Palästinenserpräsident Yasser Arafat geäußert haben soll. "Das sind Lügen und üble Verdrehungen, die von denjenigen erfunden wurden, die unseren Friedensbemühungen schaden wollen", sagte Zinni der englischsprachigen "Jerusalem Post" vom Montag. Die israelische Zeitung "Maariv" hatte am Sonntag berichtet, Zinni habe Arafat als "Mafia-Boss" bezeichnet, den israelischen Regierungschef Ariel Sharon dagegen als "Papa Bär", der stets konstruktive Vorschläge mache.

Zinni sagte der "Jerusalem Post", an dem fraglichen Wochenende sei er noch nicht einmal in Washington gewesen. Er habe keine Idee, wie der Zeitungsbericht zustande gekommen sei. Laut "Maariv" veranstaltete die israelische Lobby-Gruppe AIPAC das Essen. AIPAC-Direktor Steve Rosen sagte der "Jerusalem Post", die Informationen in "Maariv" seien zwar "übel verdreht", Zinni habe aber "eine Menge heftige Dinge" gesagt. (APA)

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