Somalia: Über 50 Tote bei Gefechten

26. Jänner 2002, 18:48
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Koflikt zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern

Mogadischu - Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen um Land- und Wasserrechte sind in den vergangenen Tagen im Süden und dem mittleren Landesteil Somalias mindestens 55 Menschen getötet worden. Wie Augenzeugen am Samstag berichteten, kam es im Bezirk Coriolei, 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Mogadischu, zu Kämpfen zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern. Den Kämpfen fielen den Angaben zufolge 15 Menschen zum Opfer, 20 Personen wurden verletzt.

Während der Auseinandersetzungen wurden vier Dörfer niedergebrannt, wie die Zeugen berichteten. Hunderte der Bewohner verloren dabei ihr Obdach. Die Streitkräfte der Übergangsregierung griffen in die Kämpfe ein, um die streitenden Gruppen zu trennen. Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen den Ackerbauern und den Viehzüchtern ist eine seit drei Jahren anhaltende Dürre, die das Land im normalerweise fruchtbaren Tal des Flusses Schebeli ausgetrocknet hat.

In der mittelsomalischen Region Muduk gingen unterdessen seit Tagen anhaltende Gefechte zwischen rivalisierenden Stämmen weiter. Dort wurden 40 Menschen getötet, wie Stammesälteste über Funk berichteten. (APA/AP)

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