Unklarheit um angeblich verbluteten Palästinenser

26. Jänner 2002, 22:01
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Israels Armee dementiert palästinensische Vorwürfe

Ramallah - Die israelische Armee hat am Samstagabend Vorwürfe der Palästinenser zurückgewiesen, wonach israelische Soldaten nahe Ramallah einen Palästinenser verbluten ließen. Eine Armeesprecherin sagte, eine große Gruppe von Palästinensern sei am Nachmittag an eine Armeesperre bei Ramallah gekommen und habe versucht, in den Kontrollpunkt einzudringen. Einer von ihnen habe mehrere Warnungen ignoriert und schließlich versucht, ein Messer des Dienst habenden Kommandeurs an sich zu reißen. Daraufhin habe der israelische Soldat auf ihn geschossen.

Ein israelischer Sanitäter habe den Verletzten rasch behandelt und ihn an einen "sicheren Ort" gebracht. Später habe man ihn lebend dem palästinensischen Roten Halbmond übergeben, der ihn in ein Krankenhaus in Ramallah brachte, wo er später starb. "Die Vorwürfe der Palästinenser, man habe ihn stundenlang ohne medizinische Versorgung verbluten lassen, stimmen einfach nicht", sagte die Sprecherin. (APA/dpa)

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