Busentführer möglicherweise geistig gestört

26. Jänner 2002, 16:23
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48 Waffen zu Hause

Washington - Der US-Busfahrer, der am Donnerstag 13 Kinder mit einem Schulbus auf eine 160 Kilometer lange Spritztour genommen hatte, ist möglicherweise geistig gestört. Nach Medienberichten vom Samstag litt er über lange Zeit an Paranoia und setzte im vergangenen November die zur Kontrolle der Krankheit nötigen Medikamente ab. Ein US-Bundesrichter ordnete inzwischen eine psychiatrische Untersuchung des Mannes an, in dessen Wohnung nach der Busentführung 48 verschiedene Waffen, darunter zahlreiche Handfeuerwaffen, gefunden worden waren.

Vor einem Bundesgericht in Greenbelt (US-Bundesstaat Maryland) beteuerte der 63-Jährige, dass er nicht "verrückt" sei. Seinem Anwalt sagte der Fahrer, er sei überhaupt nicht für die Busentführung verantwortlich: Er sei vielmehr herein gelegt worden. Was genau er damit meinte, wurde zunächst nicht bekannt.

Der mann hatte am Donnerstagmorgen die Kinder in der Ortschaft Oley im Bundesstaat Pennsylvania wie üblich mit dem Bus eingesammelt, um sie zu einer Schule zu bringen. Stattdessen fuhr er mit ihnen aber in den benachbarten Staat Maryland, wo er sich später freiwillig der Polizei stellte. Das Verschwinden des Busses, in dem ein geladenes halbautomatisches Gewehr und Munition gefunden wurde, hatte zu einer groß angelegten Suchaktion geführt. (APA/dpa)

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