"Open Skies" schließen sich

26. Jänner 2002, 12:21
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London sagt Verhandlungsrunde über Liberalisiserung des Luftraums ab

Washington/London - Nach dem Scheitern der Allianz zwischen Europas größter Fluggesellschaft British Airways (BA) und der weltgrößten Fluglinie American Airlines (AA) hat London Gespräche über eine Liberalisiserung des Luftraums abgesagt.

Die für kommenden Montag vorgesehene Verhandlungsrunde über ein so genanntes Open-Skies-Abkommen zwischen London und Washington sei vorläufig verschoben worden, sagte ein Sprecher des US- Verkehrsministeriums am Freitag. Die US-Regierung hoffe jedoch auf eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen.

"Keine Perspektive"

Das britische Verkehrsministerium teilte in einer Erklärung mit, nach dem Scheitern der BA/AA-Allianz gebe es für britische Fluglinien derzeit keine Perspektive auf dem US-Markt. London müsse nun "darüber nachdenken", wie den Interessen britischer Verbraucher und der britischen Wirtschaft am besten gedient werden könne.

Die Firmenchefs Rod Eddington (BA) und Don Carty (AA) begründeten das Scheitern ihrer Allianz mit den von der US-Regierung gemachten Auflagen für das milliardenschwere Vorhaben. Das Verkehrsministerium in Washington hatte die Allianz der beiden Groß-Airlines Stunden zuvor nur unter der Maßgabe frei gegeben, dass BA und AA 224 Start- und Landerechte zwischen Städten in den USA und dem wichtigsten Londoner Flughafen Heathrow an konkurrierende US-Fluglinien abgeben. (APA)

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