Letzter der fünf "Video-Märtyrer" identifiziert

26. Jänner 2002, 11:36
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Mutmaßlicher Terrorist aus Tunesien

Washington - Den US-Behörden ist es gelungen, den letzten von fünf mutmaßlichen Terroristen zu identifizieren, die auf in Afghanistan gefundenen Videos Märtyrerbotschaften übermittelt haben. Wie Justizminister John Ashcroft am Freitag mitteilte, handelt es sich um den gebürtigen Tunesier Abderaouf Jdey, der seit 1995 die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt.

Die Videobänder waren in den Trümmern des Hauses von Mohammed Atef entdeckt worden, einem führenden Gefolgsmann von Terroristenchef Osama bin Laden. Die am 17. Jänner in den USA veröffentlichten Videos hatten neue Furcht ausgelöst, dass Terroristen weitere Selbstmordanschläge planen könnten. Von den fünf Männern fehlt jede Spur. Ashcroft zufolge ist aber bekannt, dass Jdey zuletzt in Montreal (Kanada) wohnte. Er könnte sich nach Angaben des Ministers in Begleitung eines anderen Mannes mit dem Namen Fakor Boussora befinden, nach dem ebenfalls gefahndet wird.

Die anderen mutmaßlichen Terroristen auf den Videos sind Ramzi Binalshibh, ein Mitglied der Hamburger El-Kaida-Zelle um Mohammed Atta, sowie Abd al-Rahim, Mohammed Said Ali Hasan und Khalid Ibn Mohammed Al-Juhani. Ashcroft rief die Bevölkerung in den USA und in aller Welt zur Mithilfe bei der Suche nach den Männern auf, die als extrem gefährlich einzustufen seien.(APA/dpa)

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