Bush von Arafat "sehr enttäuscht"

26. Jänner 2002, 09:50
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Er wirft ihm Ausweitung des Terrors vor

Washington/Tel Aviv - Die US-Regierung von Präsident George W. Bush geht auf Konfrontationskurs zum palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat. Bush warf Arafat am Freitag eine Ausweitung des Terrors vor und sagte, er sei von dessen Person "sehr enttäuscht". Die USA sehen es als erwiesen an, dass Arafats Autonomiebehörde in den versuchten Schmuggel von 50 Tonnen Waffen verwickelt ist.

Deswegen würden eine Reihe von Strafmaßnahmen geprüft, die bis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen reichen könnten, hieß es am Freitag in Washington. Waffen anzufordern sei kein Bestandteil des Kampfes gegen den Terrorismus, sagte Bush an Arafats Adresse gerichtet. "Das ist eine Ausweitung des Terrors." Die israelische Armee hatte Anfang Jänner ein Schiff mit 50 Tonnen Waffen im Roten Meer aufgebracht.

Arafats Berater Nabil Abu Rdeneh warnte, ein Ende der diplomatischen Beziehungen zwischen Palästinensern und den USA werde ein "politisches Erdbeben" im Nahen Osten auslösen. (APA)

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