Palästinenser fordern US-Sanktionen gegen Sharon

26. Jänner 2002, 13:01
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Isolierung Arafats wäre "regionales Erdbeben"

Ramallah - Der Abbruch der US-Beziehungen zu Palästinenserpräsident Yasser Arafat würde nach den Worten von dessen Berater Nabil Abu Rudeineh in Nahost ein "regionales Erdbeben" auslösen. Rudeineh sagte am Freitagabend im palästinensischen Rundfunk, die USA sollten angesichts der israelischen Militäraktionen gegen die Palästinenser vielmehr Sanktionen gegen den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon verhängen.

US-Präsident George W. Bush hatte Arafat zuvor vorgeworfen, den Terrorismus zu fördern. Bush bezog sich damit auf die jüngsten von Israel gestoppten iranischen Waffenlieferungen für die Palästinenser. Er ging aber nicht auf die Frage ein, ob die US-Regierung einen Abbruch der Beziehungen zu Arafat erwägt. US-Außenminister Colin Powell sagte, die USA überdächten ihren Kurs gegenüber Arafat und sprach von allen möglichen Arten von Optionen".

Rudeineh dementierte am Freitag erneut jegliches Wissen der Autonomiebehörde um das Schiff, das israelische Sonderkommandos Anfang des Monats im Roten Meer aufgebracht hatten. (APA/dpa)

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