Gabun: Regierung zurückgetreten

25. Jänner 2002, 21:17
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Zwei Universitäten wegen Professorenstreiks geschlossen

Libreville - Die Regierung des zentralafrikanischen Landes Gabun hat am Freitag geschlossen ihren Rücktritt verkündet. Die Regierung habe die laufenden Geschäfte erledigt und warte nun auf die Nominierung eines neuen Ministerpräsidenten, erklärte der derzeitige Regierungschef, Jean-Francois Ntoutoume Emane, im gabunischen Fernsehen. Präsident Omar Bongo habe den Rücktritt angenommen. Nun sei die es möglich, eine "Regierung der Öffnung" zu bilden, in die insbesondere die Partei eines historischen Gegners des Regierungschefs, Paul Mba Abessole, eintreten solle.

Am Freitag gab ein Gericht die letzten Teilergebnisse der gabunischen Wahl im vergangenen Dezember bekannt. Danach setzte sich die regierende Demokratische Partei Gabuns mit überwältigender Mehrheit durch. Sie gewann 86 der 120 Wahlkreise. Der Rücktritt erfolgte trotzdem, nachdem Präsident Bongo am 3. Jänner zu Gunsten einer "Regierung der Öffnung" appelliert hatte, für eine "gemeinsame Verwaltung des Staates" unter Einbeziehung der Opposition.

Unterdessen schloss die Regierung beide Universitäten des Landes. Die Professoren streiken seit dem 10. November. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen. Am Dienstag hatte die Gendarmerie eine Demonstration von Studenten mit Einsatz von Tränengas auf. Diese hatten zuvor Steine geworfen. Sie protestierten gegen den Streik ihrer Dozenten. (APA)

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