Militärs verweigern Einsatz in Autonomiegebieten

25. Jänner 2002, 20:08
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52 israelische Offiziere und Soldaten weigern sich sich weiter an der "Unterdrückung der Palästinenser" zu beteiligen

Jerusalem - Insgesamt 52 Offiziere und Soldaten der israelischen Armee wollen sich künftig nicht mehr "an der Unterdrückung und Besatzung der Palästinenser" beteiligen. "Wir werden weiterhin in der Armee dienen, solange es sich um die Verteidigung des Staates Israel handelt", schreiben die Reservisten fast aller Waffengattungen in einer am Freitag von der Presse veröffentlichten Erklärung. "Wir werden jedoch nicht jenseits der grünen Linie mit dem Ziel kämpfen, ein ganzes Volk zu unterdrücken, zu vertreiben, auszuhungern und zu erniedrigen." Die Petition ist die erste dieser Art seit dem Beginn der zweiten Intifada im September 2000 und trägt die Unterschriften der Soldaten.

Nach Angaben der pazifistischen Organisation Jesch Gwul (zu Deutsch etwa: Es gibt eine Grenze) verweigerten seit dem Beginn der Intifada 200 israelische Soldaten den Armeedienst. Nur eine geringe Zahl sei bestraft worden. Reservisten stellten die Mehrheit unter den Verweigerern, wie die Organisation weiter mitteilte. Männer leisten in Israel einen dreijährigen Wehrdienst, und können anschließend bis zum Alter von 49 Jahren als Reservisten für einen Monat im Jahr einberufen werden. Frauen müssen 21 Monate bei den Streitkräften dienen. (APA)

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