Für EU Arafat weiterhin legitimer Vertreter der Palästinenser

25. Jänner 2002, 18:13
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Reaktion auf US-Berichte, wonach USA Abbruch der Beziehungen erwägen

Madrid - Die EU betrachtet Yasser Arafat nach den Worten des amtierenden Ratsvorsitzenden und spanischen Außenministers Josep Pique weiterhin als "legitimen Repräsentanten" des palästinensischen Volkes. Pique reagierte mit dieser Äußerung am Freitag in Madrid auf Berichte, wonach die USA einen Abbruch der Beziehungen zu Arafat erwägen sollen. Dies seien Spekulationen, die von offizieller Seite nicht bestätigt worden seien, sagte Pique.

Er räumte aber ein, dass es in der amerikanischen Öffentlichkeit und selbst in der Regierung Kreise gebe, die, wie die israelische Regierung, der Meinung seien, dass der Palästinenserpräsident im Friedensprozess keine Rolle mehr spiele. "Wir teilen diese Meinung nicht. Die palästinensische Autonomiebehörde ist die legitime Vertretung des palästinensischen Volkes, und sie hat einen mit allen Garantien gewählten Präsidenten", betonte Pique. (APA/dpa)

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