Untersuchungshaft über burgenländischen Priester verhängt

25. Jänner 2002, 14:49
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Geistlicher spricht weiterhin von "Rufmord"

Eisenstadt - Im Fall des am Montag verhafteten Seelsorgers der burgenländischen Pfarren Rudersdorf und Dobersdorf hat die zuständige Richterin am Freitag, nach der Einvernahme des 35-Jährigen die Untersuchungshaft verhängt.

Gegen den Seelsorger wird wegen des Verdachts der sittlichen Gefährdung von Personen unter 16 Jahren sowie gleichgeschlechtlicher Unzucht von Personen unter 18 Jahren ermittelt.

Vorerst sollen im Rahmen der Voruntersuchung weitere Zeugen befragt werden, hieß es. Ein Missbrauch des Autoritätsverhältnisses sei hingegen nicht mehr Gegenstand der Vorwürfe.

Geistlicher spricht von "Rufmord"

Bei seiner Einvernahme habe sich der Geistliche "wie bisher" verantwortet. In einem Gespräch mit Diözesanbischof Paul Iby hatte der Pfarrer von einer Verleumdung gegen ihn gesprochen. "Rufmord" vermuten auch Angehörige in den Pfarrgemeinden des Seelsorgers. Nach der Suspendierung des Geistlichen im Dezember wurden sogar Unterschriften zur Unterstützung für den Pfarrer gesammelt.(APA)

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