Madrid rüstet sich für EU-Gipfel

25. Jänner 2002, 12:00
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Spanische Behörden wollen mit Polizei-Großaufgebot "gewaltbereiten" Globalisierungsgegnern trotzen

Madrid - Aus Furcht vor Terroranschlägen und Ausschreitungen von Demonstranten sollen bis zu 10.000 Polizisten die Gipfeltreffen während der spanischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2002 schützen. Wie die Presse am Freitag berichtete, gehen die Sicherheitskräfte davon aus, dass die baskische Untergrundorganisation ETA zwecks "Panikmache" Anschläge etwa mit Autobomben vorbereitet. Zudem rechne das Innenministerium mit 3000 bis 4000 gewaltbereiten Globalisierungs- und Systemgegnern.

Als besonders gefährdet gelten die EU-Gipfeltreffen im März in Barcelona und im Juni in Sevilla sowie das Treffen der EU mit den Staaten Lateinamerikas und der Karibik im Mai in Madrid. Die Regierung prüfe die Möglichkeit, die Grenzen zu sperren und verstärkte Kontrollen durchzuführen. Im Rahmen der Polizeioperation "Anil" (spanisch für Indigo) sollen bis zu 4000 Beamte direkt vor Ort die wichtigsten Konferenzen schützen. Insgesamt seien aber jeweils bis zu 10.000 Polizisten und Wachleute involviert.(APA/dpa)

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