Österreichs E-Biz-Anbieter optimistisch

25. Jänner 2002, 12:05
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Marktbereinigung nach Konsolidierungsphase - Schwerpunkte Sicherheit und Mobilität

Wien - Nach einer Abkühlung des E-Business-Marktes im Vorjahr blicken heimische Unternehmen nun mit etwas mehr Optimismus in die Zukunft. Das Jahr 2002 stehe im Zeichen von Mobilität und Sicherheit bei neuen Technologien, waren sich die Teilnehmer eines Events der APA-E-Business-Community am Donnerstag Abend in Wien einig.

Nach den "lauten Jahren" zuvor werde dieses Jahr ruhiger und unspektakulärer verlaufen. "Die New Economy hat gelernt, dass auch für sie die Gesetze der Betriebswirtschaft gelten", erklärte Peter Gröbl, Country Manager beim Online-Jobvermittler Jobpilot Austria. Die "lauten Scharlatane" hätten sich nicht am Markt halten können, aber dennoch "großen Schaden" angerichtet.

Auch Christian Seifert, Direktor für New Media bei der Multimedia-Agentur Braintrust, erkennt eine Veränderung in der Branche nach dem "dot-com-Sterben": "Nach einer Konsolidierungsphase ist der Markt bereinigt." E-Business werde sich immer mehr auf die Vernetzung von Inhalten konzentrieren.

Alcatel E-Biz Vorstand: "Thema Sicherheit nicht vergessen"

Dabei dürfe jedoch das Thema Sicherheit nicht vergessen werden, erklärte Helmut Reisinger, Vorstandschef von Alcatel e-business. Er sehe den Markt "in einer spannenden Verfassung, genau wie vor einem Jahr". Zugleich spüre er eine steigende Nachfrage nach umfassenden Security-Lösungen, "quer durch alle Unternehmensgrößen".

Verstärkte Sicherheit soll aber auch den mobilen Zugriff auf sensible Business- und Privatdaten ermöglichen. "E-Business goes mobile - E-Business steht im Jahr 2002 unter dem Motto Mobilität", sagte Compaq Österreich-Marketing Manager Ricardo-Jose Vybiral. Diese bringe den Kunden höhere Wettbewerbsfähigkeit und Einsparungspotenziale.

"Neue Technologien sollen Prozesse nicht ersetzen, sondern nur erweitern", ergänzte Christian Hess von Microsoft Österreich. Mobile Technologien würden den E-Business zwar stimulieren, müssten aber entsprechenden Kundennutzen bringen. "E-Business ist nicht tot", so Hess weiter, "nur ein selbstgefälliges Unternehmen ist mittelfristig zum Sterben verurteilt".

APa-Bereichsleiter Kropsch: Trend in "richtige Richtung"

Einen Trend "in die richtige Richtung fortsetzen" will Peter Kropsch, Bereichsleiter Business Informationen der Austria Presse Agentur (APA). Nach einem Markteinbruch Mitte 2001 erkenne er jetzt "eindeutige Lebenszeichen". Er sieht das kommende Jahr als "Härtetest für Contentanbieter", die neben guten Inhalten und neuen Technologien auch ein engagiertes Marketing betreiben müssten. "Es ist nicht so ein Unterschied zu den klassischen Medien", so Kropsch. Er sehe einen globalen Trend zu bezahlten Inhalten im Netz. (APA)

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