"Keine Erholung für Wirtschaft ohne staatliche Hilfe"

25. Jänner 2002, 18:15
1 Posting

"Market"-Studie: Konjunkturprobleme für jeden zweiten Österreicher Folge internationaler Entwicklung

Linz - Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher ist der Ansicht, dass eine Erholung der Wirtschaft nicht ohne "staatliche Hilfe" möglich sein wird. Ebenfalls jeder Zweite hält die derzeitigen Konjunkturprobleme für eine Folge der "internationalen Entwicklung". Dies geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Market" hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden.

"Market" befragte Mitte Jänner einen repräsentativen Querschnitt von 400 Österreicherinnen und Österreichern über 18 Jahre. Es wurde die Frage gestellt, ob man für einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung staatliche Maßnahmen wie Investitionen, Arbeitsstiftungen, Förderprogramme und so weiter benötige. 59 Prozent bejahten dies, 26 Prozent sagten "nein", der Rest wusste es nicht. Wobei sich sowohl die SPÖ- als auch die ÖVP-Wähler in überdurchschnittlichem Maß für staatliche Hilfen zur Konjunkturerholung aussprachen, die FPÖ- und die Grün-Wähler waren vergleichsweise weniger für solche Maßnahmen.

Grüne-Sympathisanten: Probleme hausgemacht

52 Prozent der Befragten meinten weiters, die derzeit schwierigere Wirtschaftslage sei auf die "internationale Entwicklung" zurück zu führen, 27 Prozent halten sie hingegen für "hausgemacht", der Rest konnte es nicht beurteilen. Vor allem die Sympathisanten der Grünen vertraten überdurchschnittlich die Auffassung, dass die Konjunkturprobleme österreichischer Eigenbau seien, deutlich unter dem Durchschnitt blieben die ÖVP-Sympathisanten in dieser Frage. Der Anteil der SPÖ- und der FPÖ-Sympathisanten, die von einer hausgemachten Konjunkturflaute sprachen, lag im Bereich des gesamtösterreichischen Schnitts.

Eine Thema ist für Frau und Herrn Österreicher die Wirtschaftslage auf jeden Fall: Rund 80 Prozent sagten, am Arbeitsplatz oder im Bekanntenkreis mehr oder minder häufig über die Konjunktursituation zu reden. (APA)

Share if you care.