Microsoft Austria trotzt dem Rückgang

25. Jänner 2002, 10:46
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Verkauf von Windows XP wesentlicher Antrieb für Erfolg

Wien - Zwar will Andreas Ebert, Geschäftsführer von Microsoft Österreich, internationalen Konzernregeln entsprechend keine konkreten Zahlen nennen. Aber so viel kann er zur heimischen Nachbereitung der Halbjahresergebnisses des Softwarekonzerns sagen: Mit einem Umsatz "wesentlich über 50 Millionen Euro" im vergangenen Halbjahr hätte Österreich mit 41 Prozent weit über dem Schnitt zugelegt, und während der Gewinn international rückläufig war, habe Österreich ein Plus verbuchen können. Wie berichtet ging der Konzerngewinn international um 13 Prozent auf 2,28 Mrd. Dollar (2,58 Mrd. Euro/35,5 Mrd. S) zurück.

Gute Ergebnisse werden konzernintern offensichtlich belohnt: Am 4. Februar wird Microsoft-Gründer Bill Gates bei einer Developer-Konferenz in der Hofburg Keynote-Sprecher sein - sein erster Besuch in Wien seit 1994.

Den Grund für das Wachstum in einem rückläufigen Markt sieht Ebert in erster Linie darin, dass der Verkauf von Software nicht unmittelbar an Hardware-Zuwächse gekoppelt ist, da auch vorhandene Geräte mit neuer Software bestückt werden. Vor allem die Einführung von Windows XP sowie die Expansion im Serverbereich seien die treibenden Faktoren gewesen. In den ersten zehn Wochen seien in Österreich 250.000 XP-Lizenzen verkauft worden, bei einer installierten PC-Basis von 2,9 Mio. Stück. International wurde Windows XP in dieser Periode 17 Millionen Mal verkauft - die größte Nachfrage, die Windows je verzeichnete. (spu, Der Standard, Printausgabe, 25.01.02)

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