Hobeika-Mord: "Haben nichts mit der Sache zu tun"

25. Jänner 2002, 10:55
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Israels Sharon weist jede Verbindung zum Mord an libanesischem Ex-Minister von sich

Jerusalem - Israel hat die Anschuldigungen zurückgewiesen, wonach es hinter dem tödlichen Bombenanschlag auf den früheren libanesischen Minister und Chef der Christenmiliz "Forces Libanaises", Elie Hobeika, steckt. "Wir haben nichts mit dieser Sache zu tun", sagte Regierungschef Ariel Sharon am Donnerstagabend in Jerusalem. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Vorwürfe seien "lächerlich".

Der Libanon und die Palästinenserführung hatten Israel beschuldigt, Drahtzieher des Attentats zu sein. Hobeika war am Morgen in Beirut durch eine Autobombe getötet worden. Nach Angaben eines belgischen Senators war Hobeika im Begriff, Hintergründe über die Massaker in palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon 1982 enthüllen. In Sabra und Shatila hatten christliche Milizen zwischen 800 und 1500 Palästinenser getötet, während die im Libanon einmarschierte israelische Armee tatenlos zusah.

Wegen der Ereignisse ist gegen den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon, der zu dieser Zeit Verteidigungsminister war, in Belgien eine Klage wegen Verletzung der Menschenrechte anhängig. Nach Angaben der belgischen Senatoren war Hobeika bereit gewesen, gegebenfalls gegen Sharon auszusagen. (APA)

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