Dänemark plant für zweite Jahreshälfte Nahost-Friedenskonferenz

25. Jänner 2002, 06:44
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Breite Parlamentsmehrheit für Nahost-Resolution

Kopenhagen - Dänemark will nach der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli eine Friedenskonferenz mit Israelis und Palästinensern einberufen. Dänemark werde die beiden Konfliktparteien wieder an den Verhandlungstisch bringen, sagte Außenminister Per Stig Moeller am Donnerstag im Parlament. Nicht Palästinenserpräsident Yasser Arafat und der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon sollten daran teilnehmen, sondern hochrangige Vertreter der Zivilgesellschaft. Ein Dialog sei die Voraussetzung, um das für den Friedensprozess notwendige Vertrauen zu schaffen.

Das dänische Parlament verabschiedete am Donnerstag mit breiter Mehrheit eine Nahost-Resolution. Darin fordert es Israelis und Palästinenser zu einem Gewaltverzicht und zur Wiederaufnahme von Verhandlungen auf der Basis des Mitchell-Plans auf. Dieser sieht die Durchführung vertrauensbildender Maßnahmen vor, etwa einen Waffenstillstand. Mit der Resolution wollte die im November gewählte rechtsliberale Regierung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen sich von der Position ihrer sozialdemokratischen Vorgänger distanzieren, die sie für zu anti-israelisch befanden. Der Resolution stimmten auch Abgeordnete der Opposition zu. (APA)

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