Schweizer Holocaust-Fonds zieht Bilanz

24. Jänner 2002, 21:04
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Rund 200 Millionen Euro an Überlebende des nationalisozialistischen Völkermordes ausbezahlt

Genf - Der 1997 von der Schweiz eingerichtete Holocaust-Fonds hat kurz vor seiner Abwicklung weltweit rund 295 Millionen Schweizer Franken (rund 200 Millionen Euro) an Überlebende des nationalisozialistischen Völkermordes ausbezahlt. Wie der Vorsitzende des Fonds, Rolf Bloch, am Donnerstag in Genf mitteilte, wurde das Geld weltweit an 312.000 Juden, Sinti und Roma sowie andere Überlebende der NS-Konzentrationslager ausbezahlt. Es seien Summen zwischen 400 und 2000 Schweizer Franken an bedürftige NS-Opfer gegangen. Die Empfänger der Fondsgelder lebten in 40 Staaten; viele von ihnen in Osteuropa, Israel und den USA. Der Fonds soll im Mai aufgelöst werden.

Die Regierung hatte den Solidaritätsfonds für bedürftige Überlebende des Holocaust im Februar 1997 eingerichtet. Der neutralen Schweiz hatten Kritiker zuvor eine kooperative Haltung gegenüber den NS-Gewaltherrschern in Nazi-Deutschland vorgeworfen.(Reuters)

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