Diskussion um Hepatitis-C-Unterstützungsfonds

24. Jänner 2002, 18:52
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Grüne: Für Betroffene maximal Tropfen auf den heißen Stein

Wien - Eine Diskussion um den Hepatitis-C-Unterstützungsfonds gab es heute, Donnerstag, im Gesundheitsausschuss im Parlament. Plasmaspender, die sich zwischen den späten sechziger Jahren und dem Ende der achtziger Jahre mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert haben, sollen eine finanzielle Entschädigung für Gesundheitsbeeinträchtigung und Verlust von Lebensqualität erhalten. Die Grünen kritisierten die Auszahlungsmodalitäten, laut Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck sind zwei Drittel der Anträge schon erledigt.

Der Fonds habe bereits mit den Auszahlungen begonnen, erklärte Waneck. Für heuer stünden rund 1,1 Mill. Euro (etwa 15 Mill. S) zur Auszahlung bereit. 300 Anträge seien gestellt worden, 200 wurden erledigt. 70 Betroffene würden eine regelmäßige Zahlung erhalten.

Krass unterdotierter Fond

Der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, kritisierte, dass der Fonds damit noch immer noch krass unterdotiert sei. Außerdem erfolge die Auszahlung an die Betroffenen nach einem Stufensystem. "Für die unteren Leistungsstufen ist die derzeitige Entschädigung maximal als Tropfen auf den heißen Stein zu bezeichnen", so Grünewald.

Die vom Grünen Gesundheitssprecher angesprochenen angeblich "säumigen" Verhandlungen mit Landesgesundheitsreferenten und der Pharmaindustrie hätten bereits längst stattgefunden, erklärte Waneck. Die Pharmaindustrie habe bereits ihren positiven Willen einer entsprechenden Beteiligung signalisiert, "das Ergebnis der Verhandlungen kann sich sehen lassen". (APA)

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