Lebenslange Haft für Mord am Freund

25. Jänner 2002, 20:21
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Angeklagter in Anstalt eingewiesen

Steyr - Der Schuldspruch der Geschworenen war einstimmig: Wegen Mordes sowie Störung der Totenruhe und Verleumdung wurde am Landesgericht Steyr ein 25-jähriger Oberösterreicher zu lebenslanger Haft verurteilt, der im Februar des Vorjahres einen Bekannten tötete und Teile der Leiche in einer in seiner Wohnung angefertigten Blumenecke einbetonierte. Das Gericht ordnete die Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher an, der Mann erbat Bedenkzeit.

Zwischen dem Angeklagten und seinem Freund, einem 26-jährigen Antiquitätenhändler, war es Anfang Februar des Vorjahres zu einem Streit gekommen. Die Geschworenen erkannten als wahr, dass der Angeklagte seinen Freund erschlagen, erstochen, verstümmelt, zerstückelt und in der Blumenecke einbetoniert habe. Das Verstecken der Leiche gab der Mann auch zu, getötet wollte er ihn jedoch nicht haben - ein dritter, nicht genannt werden könnender Mann sei im Spiel gewesen.

Der Angeklagte bezeichnete sich jedenfalls als "herzensguten Menschen" mit "starkem Ehrgefühl". Die Gutachter stellten eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung fest - verstärkt durch jahrelangen Drogenkonsum. (DER STANDARD, Printausgabe 26./27.01.2002)

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