Brustkrebs bleibt häufigste Todesursache von Frauen

24. Jänner 2002, 15:19
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Jede achte Frau erkrankt daran - Symposium in Wien

Wien - "Qualitätssicherung ist in allen Bereichen der Medizin sehr wichtig. Denn nur die langfristig gesicherte Qualität von Diagnose und Therapie sichert das hohe Niveau der medizinischen und pflegerischen Versorgung unserer Stadt", meinte Wiens Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann anlässlich der Eröffnung des Symposiums zu Brustkrebs in Wien.

"Die Meinung der ExpertInnen mündet dann in Vorschläge zur Weiterentwicklung der Brustkrebs-Früherkennung in Wien", anerkennt Frau Stadträtin die Bemühungen der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten Beate Wimmer-Puchinger, die das Symposium organisiert hat.

Qualitätszertifikat für Brustdiagnostik

Thematisch setzt sich das Symposium vor allem mit der verbesserten Früherkennung, der präoperativen Diagnostik und der Qualitätssicherung im Interesse der Frauen auseinander. Darüber hinaus wird ein Qualitätszertifikat für Brustdiagnostik vorgestellt, das die spezielle Qualifikation der teilnehmenden RadiologInnen für diesen sensiblen Bereich ausweist.

Brustkrebs ist immer noch eine der häufigsten Todesursachen von Frauen. Jede achte Frau erkrankt an Brustkrebs. Allein in Wien erkranken jährlich ca. 900 Frauen an Brustkrebs, Österreichweit sind es 4.000.

Brustkrebs-Früherkennungsprogramm

Seit mehr als einem Jahr läuft in Wien auf Initiative der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten ein großes Brustkrebs-Früherkennungsprogramm. Alle 194.000 50- bis 70jährigen Wienerinnen werden persönlich angeschrieben und zu einer Mammographie eingeladen. Ziel des Programms ist es, über Brustkrebs zu informieren und mehr Frauen zur Vorsorge zu motivieren.

Nutzen der Brustkrebs-Früherkennung

International reißt die Diskussion rund um den Nutzen von Brustkrebs-Screening nicht ab. Kürzlich wurde eine wissenschaftliche Studie publiziert, die den Nutzen von mammographischem Brustkrebs-Screening, wie es in den meisten europäischen Ländern durchgeführt wird, in Abrede stellt. Gerade deshalb stellt sich die Frage, wie ein erfolgreiches Konzept zur Früherkennung von Brustkrebs aussehen soll, um tatsächlich Nutzen für die Frauen zu stiften.

Wie kann frau vorsorgen?

Jede zweite Wienerin geht bereits regelmäßig zur Mammographie. Jetzt geht es darum, möglichst auch jene Frauen zu erreichen, die bislang die Möglichkeiten der Brustkrebs-Früherkennung nicht in Anspruch genommen haben. (red)

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