Deutscher Bundestag stimmt über neues Urheberrecht ab

24. Jänner 2002, 14:45
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Mehr Rechte für freie Autoren, Übersetzer und andere Kreative

Nach langem Streit zwischen deutscher Politik und Medienwirtschaft über ein neues Urheberrecht stimmt der deutsche Bundestag am Freitag über das Gesetz ab. In Zukunft sollen freie Autoren, Übersetzer und andere Kreative gemeinsam "angemessene" Honorare aushandeln können und werden stärker am Erfolg ihrer Werke beteiligt. Medien und Verlage lehnten die Reform des Urhebervertragsrechts in ihrer ursprünglichen Form ab. Am Mittwoch verabschiedete der Rechtsausschuss einen in letzter Minute eingebrachten Entwurf, der zentrale Forderungen der Medienwirtschaft berücksichtigt.

Unterdessen erklärte Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin, sie nehme die Verleger in ihrer Bereitschaft, in Zukunft auf freiwilliger Basis bessere Honorare für freie Autoren auszuhandeln, beim Wort. "Allerdings müssen wir im Interesse der Urheber genau beobachten, ob diese Zusagen auch eingehalten werden", sagte die Ministerin. Eine rechtliche Sicherung für freie Autoren sei längst überfällig. Das neue Gesetz schreibe aber weder Verträge noch Vergütungen vor, sondern sei Grundlage für Verhandlungen, damit freie Autoren, Kameraleute oder Fotografen fair bezahlt werden, sagte die SPD- Politikerin. (APA/dpa)

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