Windows XP verkauft sich wie warme Semmeln

24. Jänner 2002, 17:06
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Microsoft Österreich mit steigenden Umsatzzahlen - Hoffen auf erfolgreichen Europa-Start der Xbox

Microsoft Österreich hat das erste Halbjahr 2002 mit einer soliden Bilanz beendet. Die Umsätze im Zeitraum Juli bis Dezember 2001 stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent. "Der Umsatz lag wieder wesentlich über 100 Mio. Euro", so MS-Österreich-Geschäftsführer Andreas Ebert am Donnerstag, vor Journalisten.

"Die Richtlinien der amerikanischen Börsenaufsicht"

Auch der Nettogewinn sei gestiegen und habe sich im Vergleich zum Mutterkonzern in Redmond besser entwickelt. Details über die Zahlen wurden wie immer nicht bekannt gegeben. Wie es hieß aufgrund "der Richtlinien der amerikanischen Börsenaufsicht". Besonders hohe Umsatzsteigerungen (112 Prozent) wurden durch die Einführung von Windows XP im Bereich Betriebssysteme erzielt. Seit Markteinführung Ende Oktober wurden bereits 250.000 Lizenzen verkauft.

Zuwachs bei der .NET-Familie

Umsatzmässig fielen elf Prozent auf das Segment Consumer, der Rest entfiel auf den Business-Bereich. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes gab es in Österreich in allen Segmenten Umsatzsteigerungen. Der Server-Umsatz erhöhte sich um 32 Prozent wobei die höchste Steigerungsrate mit 120 Prozent im Bereich Small Business Server erzielt wurde. Die .NET-Server-Familie wuchs um 50,3 Prozent.

Mehr Mitarbeiter und höhere Umsätze

Angetrieben durch die verstärkte Konzentration auf Business-Kunden wurde im Enterprice-Services-Bereich am meisten personell aufgestockt. Service & Support beschäftigt mittlerweile 54 Mitarbeiter, ein Plus von 40 Prozent. Auch der Service-Umsatz kletterte um 50,4 Prozent in die Höhe. Der Mitarbeiterstand soll bis zum Ende des Geschäftsjahres 160 betragen, was einem Wachstum von 20 Prozent entspricht.

"Die Xbox wurde einfach notwendig"

In den kommenden Monaten sollen wieder einige neue Produkte vorgestellt werden. Nach dreijähriger Entwicklungszeit wird mit Visual Studio.NET ein Entwicklungstool für Web-Applikationen und XML-Webservices auf den Markt kommen. "Die Exponet 2002 steht ganz im Zeichen von Mobilität ", so Ebert. Unter anderem wird der Mobile Information Server 2002 seine Österreich-Premiere erleben.

Sicherheit und Datenschutz

Sicherheit und Datenschutz zählen ebenfalls zu den Entwicklungsschwerpunkten des Jahres 2002. Ab 14. März wird die Xbox auch in Österriech erhältlich sein. Der Start in den USA lief bereits vielversprechend. In den ersten drei Monaten seit der Einführung wurden bereits 1,5 Mio. Stück verkauft. "Es ist aber nicht das Ziel von Microsoft, eine Hardware-Company zu werden. Die Xbox wurde einfach notwendig", stellte Ebert klar.

"Wir sind von AOL sehr enttäuscht"

In einem Gespräch mit dem Webstandard zeigte sich MS-Österreich-Geschäftsführer Andreas Ebert enttäuscht von der Handlungsweise von AOL. "Wir haben immer wieder Gespräche über mögliche gemeinsame Projekte. Doch die Annäherungen werden durch die unverständlichen Handlungen von AOL immer wieder zerstört. Wir sind von AOL sehr enttäuscht". Ebert zeigt sich allerdings sehr zufrieden über seine ersten sechs Monate als Geschäftsführer und erwartet weitere Höheflüge des Konzerns.

Raubkopierer und Produktaktivierung

"Microsoft Österreich ist nicht auf der Jagd nach privaten Raubkopierern. Ein wesentlicher Schritt dieses Casual Copying zu unterbinden ist durch die Produktaktivierung schon geschafft. Unser Fokus liegt auf den Händlern die illegale Software vertreiben. Pro verkauftem XP-Paket rechnen wir mit rund zehn illegalen Kopien. Diese Werte wollen wir doch Aufklärungskampagnen, die sich aus unserem Marktingetat finanzieren, senken. Durch die Zusammenarbeit mit der BSA, wo auch andere Konzerne beteiligt sind, können wir auch hier auf große Erfolge zurückblicken", so Ebert weiter.

Große Vorfreude auf Bill Gates

Ein weiteres großes Highlight für Microsoft Österreich ist der Besuch von Microsoft-Gründer Bill Gates. Dieser kommt nach über sieben Jahren wieder nach Wien und wird einen Tag in Österreich verbringen, bis er dann weiter in die Schweiz und nach Frankreich aufbricht.(pte/red)

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