Whitbread-Preis ging an Philip Pullman

24. Jänner 2002, 14:13
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Mit "The Amber Spyglas" wurde erstmals ein Kinderbuch ausgezeichnet

London - Der Whitbread-Literaturpreis, eine der wichtigsten Auszeichnungen für englischsprachige Literatur, ist in diesem Jahr erstmals für ein Kinderbuch vergeben worden. Der britische Autor Philip Pullman (55) bekam den mit 30.000 Pfund (über 48.700 Euro) dotierten Preis für seinen Fantasy-Roman "The Amber Spyglas" (etwa: Das bernsteinfarbene Fernglas).

Es ist der letzte Teil einer Trilogie. Pullman hatte die beiden ersten Bände ("Northern Lights" und "The Subtle Knife") nicht zu früheren Whitbread-Preisvergaben zugelassen, weil Kinderbücher bisher nicht für den Hauptpreis als "Bestes Buch des Jahres" kandidieren durften.

"Es ist ein denkwürdiger Moment, wenn ein Kinderbuch die Jury überwältigt", sagte der Juryvorsitzende Jon Snow. Pullman, ein einstiger Lehrer, wurde von der Jury für seine ungewöhnliche Fantasie, seine Liebe zum Detail und für das Einarbeiten religiöser Aspekte gerühmt.

Das Buch wurde am Dienstagabend nicht nur zum besten englischsprachigen Kinderbuch gekürt, es wurde auch im Vergleich zu den Gewinnern der "klassischen" Whitbread-Kategorien Biografie, Romane, Romanerstling und Lyrik als bestes Buch ausgewählt. Mitbewerber um den Titel waren Patrick Neate mit "Twelve Bar Blues" (Bester Roman), Sid Smith mit "Something Like A House" (Erstlingsroman), Selima Hill mit "Bunny" (Lyrik) and Diana Souhami mit "Selkirk's Island" (Biografie). (APA/dpa)

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